Neue Wege für Seltenerdmagnete? Kann Gallium der umweltfreundliche Ersatz für Dysprosium und Terbium sein?
Im Bereich der Seltenerd-Permanentmagnete gewinnt eine revolutionäre Diskussion über Leistungssteigerung und nachhaltige Ressourcennutzung zunehmend an Bedeutung. Traditionell werden Dysprosium- und Terbium-Infiltrationsverfahren eingesetzt, um die Koerzitivfeldstärke und Entmagnetisierungsbeständigkeit von Neodym-Eisen-Bor (NdFeB)-Magneten zu verbessern. Der Abbau dieser schweren Seltenerdelemente birgt jedoch enorme Herausforderungen, darunter hohe Kosten, Umweltbelastungen, begrenzte Gesamtreserven und geringe Nutzungsraten. Angesichts dieser drängenden Probleme ist die Suche nach effizienten und umweltfreundlichen Alternativen zu einem dringenden Anliegen der Branche geworden.
Laut aktuellen Meldungen haben nationale Ministerien und Kommissionen im Jahr 2023 mehrere Treffen abgehalten, um die effiziente Nutzung von Seltenen Erden und den Umweltschutz in den Mittelpunkt zu stellen und die strategische Ausrichtung zur Reduzierung des Verbrauchs schwerer Seltenerdmetalle klar zu definieren. In diesem Zusammenhang rückte Gallium aufgrund seiner einzigartigen physikalischen Eigenschaften und seiner reichhaltigen Vorkommen zunehmend in den Fokus von Forschern und Industrie.
Gallium: Ein neuer Hoffnungsträger für Seltenerdmagnete?
Gallium, das sich durch außergewöhnliche Temperatur- und Entmagnetisierungsbeständigkeit auszeichnet, ist deutlich günstiger als Terbium und etwas günstiger als Dysprosium und bietet damit einen erheblichen wirtschaftlichen Vorteil. Noch wichtiger ist, dass die gesamten Gallium-Mineralreserven jene von Dysprosium und Terbium bei Weitem übertreffen und somit den Weg für großflächige Anwendungen ebnen. Da das Ministerium für Industrie und Informationstechnologie „Energieeinsparung, Emissionsreduzierung und eine dynamische Entwicklung der Motorenindustrie für neue Energien“ fördert, sind die hohe Leistungsfähigkeit und Langlebigkeit von Seltenerd-Permanentmagneten für diese Branche unverzichtbar geworden. Vorschriften schreiben vor, dass die Entmagnetisierungsrate von Seltenerd-Permanentmagneten in den nächsten zehn Jahren streng auf unter 1 % begrenzt werden muss, was strengere Anforderungen an die Materialauswahl und -anwendung mit sich bringt.
Das Zeitalter nach den Permanentmagneten: Gallium könnte den Trend anführen
Vor diesem Hintergrund gilt Gallium aufgrund seiner einzigartigen Eigenschaften und Ressourcenvorteile als wichtiger Ersatz für traditionelle Seltenerdelemente wie Dysprosium und Terbium. Dieser Übergang verspricht, die Knappheit an Seltenerdressourcen zu verringern, die Umweltbelastung beim Abbau zu reduzieren und wirtschaftlichere sowie umweltfreundlichere Lösungen für die neue Motorenindustrie bereitzustellen. Branchenexperten gehen davon aus, dass Gallium in Seltenerd-Permanentmagneten dank kontinuierlicher technologischer Fortschritte und erweiterter Anwendungsszenarien ein immenses Potenzial besitzt und möglicherweise eine neue Ära der Materialinnovation einläutet.
Abschluss
Angesichts der globalen Herausforderungen durch Ressourcenknappheit und Umweltschutz tragen Innovation und Entwicklung von Seltenerd-Dauerwerkstoffen eine große Verantwortung. Gallium erweist sich als vielversprechende Alternative und verleiht diesem Forschungsfeld neue Dynamik und Hoffnung. Wir erwarten mit Spannung weitere bahnbrechende Entwicklungen mit Gallium, die die Seltenerd-Dauerwerkstoffindustrie gemeinsam auf einen grüneren, effizienteren und nachhaltigeren Weg führen werden.
Referenz:
Die 12. SMM Small Metals Industry Conference 2024 wurde erfolgreich abgeschlossen! Ein umfassender Überblick über die Entwicklungsperspektiven der Branche und Schlüsseltechnologien!











